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Posts Tagged ‘depression’

1. april!

scherz gefällig?
gott, die schweiz ist sowas von unlustig. ein lächeln ist wohl zu viel verlangt. jemanden in den april schicken? ne ne… hier wird geschafft!

einer meiner stammleser hat mir letztens erst ein mail geschrieben, ob es mit gut gehe, da es hier so ruhig geworden ist.
seit 1 1/2 wochen geht es mir wieder gut.
ab 17. februar begann die lage im job sich zuzuspitzen. danach wurde es 2 wochen lang stetig schlechter bishin zum 10. märz,… der tag an dem ich für stunden nicht in der lage war aufzustehen. ich schlief bis vier uhr morgens und konnte bis halb acht nicht aufstehen. ich starrte an die decke.

weiß: leere – stille

was war los? ich spürte meine beine, doch sie bewegten sich nicht. meinen kopf konnte ich drehen. ich blickte abwechselnd auf mein handy, die weiße decke und meine uhr.
arbeiten war an diesem tag nicht möglich. am tag darauf, wachte ich dann schon mit halsschmerzen auf. ich schleppte mich ins büro,…
mittwoch: ich blieb zu hause. 34,7 grad,… schüttelfrost und schweißausbrüche, wenn ich an das dachte, was zu tun wäre. ich schlief beinahe den ganzen tag.
donnertag: das selbe spiel.
freitag: ich musste schaffen. ich wollte zudem mein gefordertes mitarbeitergespräch. die chefetage war jedoch nachmittags abwesend.
am wochenende redete ich mir alles schön.
einen freitag später, das lang geforderte gespräch.
nachdem diese belastung von mir abfiel, schlief ich tief und fest, was ich seit wochen nicht mehr konnte. erholsam die augen schließen, abschalten.
knapp 1 1/2 wochen später hatte ich heute den 2. geselligen abend in einem züricher sportclub. ein paar stresspickeln, die am abklingen sind, erinnern noch an diese zeit.
es gab unzählige fragen, welche ich mir stellte:

wohin führt das?
was möchte ich?
wer sind meine freunde?
bin ich depressiv?
habe ich gar ein burnout?
auf wen ist verlass?
wer steht hinter mir?
wem kann ich mich anvertrauen?
bin ich glücklich?
was fehlt mir?
warum nehmen diejenigen antidepressiva?
wer hilft mir?
warum bin ich allein?
wann hat es ein ende?

wenn man sich 2 wochen lang, nacht für nacht in den schlaf weint, darin eine besserung erfährt, dann hat dies so sollen sein.
ganz ehrlich?
ich war wirklich mit meinem latein am ende.
kurz davor zum arzt zu gehen. jemand anderes in meiner situation hätte dies gemacht. zudem habe ich binnen kurzer zeit von einigen freundinnen erfahren, dass es für sie nur mit „leichten“ antidepressiva möglich ist den tag zu bestreiten.
wann hat der mensch aufgehört, auf sein inneres zu hören? seit wann wissen außenstehende besser, was gut für einen ist, als der betroffene selbst?
wir machen es uns einfach, sind auf der suche nach dem nächsten außergewöhnlichen kick. ermüden alsbald an herausforderungen und brauchen etwas besseres, größeres und extremeres. wir menschen in der priviligierten welt machen extrem reality shows à la dschungle camp, utopia, house hunters etc., welche uns amüsieren. wir belustigen uns am zur schaustellen von unfähigen, hilflosen, vielleicht kranken menschen. wir erfreuen uns lieber am leid derer, als unser eigenes leben in die hand zu nehmen, mal hart durchzubeißen und ergeiz zeigen.
wir gehen lieber den weg des geringsten widerstandes.
gefällt uns etwas nicht beim ersten mal, so belassen wir es.
kommt ein problem auf uns zu, tarnen wir uns.
beginnt es in der beziehung zu krieseln, setzen wir die segeln auf neuen kurs.
… bishin zur tatsache, dass wir mit uns nicht mehr umgehen können, weil wir nicht wissen wer wir sind. wie auch, wenn die medien uns jede menge blödsinn vorgaukeln. wir wissen ganz genau, wie etwas zu sein hat, selbst wenn wir es noch nie zuvor gesehen haben, haben wir bereits erwartungen. erwartungen, welche druck zur folge haben. dieser druck führt zu verunsicherungen und diese lassen uns depressiv werden, da wir ungenügend sind. schließlich erfüllen wir nicht mal mehr unsere eigenen erwartungen.
ach *bullshit!* die tolle neue welt.

ich habe es genossen und bewusst wahrgenommen, dass ich mich jede nacht in den schlaf geweint habe. dadurch konnte ich für mich so viel verarbeiten und einige dinge wurde endlich geklärt. im gegensatz zu vielen behauptungen schwach zu sein, wenn man gefühle zeit, wurde ich wieder stark, da ich wieder ich bin.

sex hatte es dabei 3 wochen keinen gegeben. danach 1x und seit einer woche wieder mehr.
die geschichte der azur-blauen augen, die hinter den hügeln verschwanden folgt…

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